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Ursachen und Symptome
Die Alzheimer-Krankheit ist gekennzeichnet durch den langsamen, fortschreitenden und irreparablen Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten im Gehirn. Das Gehirn Betroffener kann deshalb um bis zu 20% schrumpfen, die Hirnkammern können sich erweitern und die Windungsfurchen der Hirnoberfläche können vertieft sein.
Der Nervenzellverlust tritt nicht nur an der Hirnoberfläche auf, sondern auch in tiefer liegenden Hirnstrukturen. In diesen tieferen Regionen liegt der Meynert-Basalkern, ein Ort, an dem ein wichtiger, neurobiologischer Überträgerstoff gebildet wird: Acetylcholin. Folglich kommt es zur starken Verminderung dieses sog. Neurotransmitters in der Hirnrinde, weshalb hier die Informationsverarbeitung gestört wird. Die Folge ist Gedächtnisverlust.
Typisches Zeichen der Alzheimer-Krankheit ist die Ablagerung von abnorm veränderten Eiweißbruchstücken, die aus dem Tau-Protein bestehen. Letzendlich führen diese zum Absterben der Nervenzellen. Das zweite typische Zeichen sind die zwischen den Nervenzellen zu findenden sog. Plaques. Es handelt sich hierbei ebenfalls um Eiweißablagerungen mit zentralem Amyloid-Kern. Bei vielen Erkrankten findet man diese Plaques auch in der Wand kleiner Blutgefäße, weshalb es zu einer Störung der Sauerstoff- und Energieversorgung des Gehirns kommt.
Als typische Symptome der Alzheimer-Krankheit werden anfangs Orientierungslosigkeit, Störung des Kurzzeitgedächtnisses, allgemeine Gedächtnisstörungen, Störung des Urteilsvermögens, Sprachstörungen, Stimmungsschwankungen und Störungen der räumlichen Leistungen beschrieben. Der Beginn dieser Krankheit ist schleichend und verschlechtert sich nur allmählich, körperliche Symptome fehlen in den ersten Jahren. Erst später können Alzheimer-Erkrankte zu pflegebedürftigen Patienten werden.
Diagnose
Ganz allgemein sind die Angaben der – gut informierten – begleitenden Bezugsperson die wichtigste Informationsquelle für den Arzt. Als erstes gilt es Klarheit zu schaffen, ob die Symptome des Patienten Anzeichen für eine Alzheimer-Erkrankung sind, oder ob sie auf eine andere psychische Störung hindeuten. Zur Überprüfung der beschriebenen Symptome und auftretenden Veränderungen des Verhaltens können bestimmte Tests (z. B. der Mini Mental Status Test) vorgenommen werden. Desweiteren können bestimmte Blutwertuntersuchungen und Röntgenaufnahmen des Gehirns (Computertomographie) Aufschluss geben.
Aber: Einen 100% zuverlässigen Test zur Diagnose der Alzheimer-Krankheit gibt es leider noch nicht. Letztendlich lässt sich die Diagnose erst nach dem Tod des Patienten durch Untersuchung des Gehirns bestätigen.
Behandlung
Die Behandlung der Alzheimer-Krankheit wird in einen nichtmedikamentösen und einen medikamentösen Bereich unterteilt. Zu ersterem zählen vor allem die geistige und körperliche Aktivierung der Patienten, der richtige Umgang mit ihrem Verhalten und auch die bedarfsgerechte Umgestaltung des Wohnumfeldes. Wichtig hierbei ist auch die Beratung der Angehörigen hinsichtlich der Bewältigung von Problemverhalten, Förderung noch vorhandener Hirnleistungen der Erkrankten und allgemeine Hilfestellungen im Alltag mit Demenz-Patienten.
Bei der medikamentösen Behandlung der Alzheimer-Krankheit werden einerseits Antidementiva und andererseits Antidepressiva und Neuroleptika verordnet. Alle genannten Wirkstoffgruppen werden in frühen oder mittleren Krankheitsstadien eingesetzt. Sie schlagen allerdings nicht bei jedem Patienten gleich gut an und werden unterschiedlich gut vertragen.
Alle heute eingesetzten Antidementiva setzen an den Folge- und Begleiterscheinungen des Nervenzelluntergangs an. Sie können bestenfalls das Fortschreiten der Symptome verzögern, stoppen können sie es nicht. Ziel ist es, die Lebensqualität der Erkrankten eine gewisse Zeit aufrecht zu erhalten.
Neuroleptika und Antidepressiva werden eingesetzt, um Unruhezustände, Sinnestäuschungen oder Aggressivität positiv zu beeinflussen.