Allgemeine Informationen der
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Ursachen
Die Altersschwerhörigkeit wird zum einen durch einen natürlichen Abbau der Hörfunktionen bedingt. Folgende Ohrabschnitte sind betroffen:
:: das Innenohr mit seinen Haarzellen
:: der Hörnerv (Nervus cochlearis)
:: die weiterverarbeitenden Systeme im Gehirn (Hörbahn)
Zum anderen spielen aber auch folgende Faktoren eine Rolle:
:: Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
:: Umwelteinflüsse (z.B. Gifte), die über einen längeren Zeitraum auf den Organismus einwirken
Symptome
:: zunehmende, meist beidseitige Gehörabnahme, zunächst in den höheren Frequenzen, danach auch im Mittel- und Tieftonbereich
:: Eingeschränktes Wortverständnis, vor allem in einer geräuschvollen Umgebung. Deshalb können die meisten Patienten an keiner Konversation mehr teilnehmen (Gesellschaftstaubheit).
:: Unbehaglichkeitsgefühl in einer geräuschvollen oder lauten Umgebung
:: das Verständnis einzelner Wortsilben ist oft besser als das Satzverständnis (Schizakusis)
:: eventuell Tinnitus (Ohrgeräusche)
Diagnose
:: Erhebung einer ausführlichen Anamnese (Erfragung der Krankengeschichte), einschließlich des Berufs-, Freizeit- und Familienverhaltens
:: komplette Hals-, Nasen- und Ohrenuntersuchung (besonders wichtig: Ohrmikroskopie)
:: Hörtests
:: Audiometrie (elektroakustische Hörprüfung)
:: in Einzelfällen notwendig: BERA, Kernspin-Tomographie , Gleichgewichtsprüfung
Therapieformen
Bei der Altersschwerhörigkeit kann das ursprüngliche Hörvermögen nicht mehr hergestellt werden. Es können lediglich Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer Verbesserung des Gehörs führen. Auch ist es teilweise möglich, die normalerweise über das Ohr aufgenommenen Reize durch andere, über das Auge aufgenommene, auszugleichen.
Therapien:
:: möglichst frühzeitige Hörgeräte-Versorgung (gegebenenfalls mit Hörtraining)
:: Telefonlautsprecher-Verstärker
:: Optische Signalhilfsmittel zu Hause
:: Lippenablesetraining
:: bei beginnender Isolation des Altersschwerhörigen Wiedereingliederung in die Gesellschaft (Resozialisierung), eventuell mit begleitender Psychotherapie
:: bei rascher Zunahme der Altersschwerhörigkeit oder störenden Ohrgeräuschen ( Tinnitus ) unter Umständen Infusionstherapie in Verbindung mit durchblutungsfördernden Mitteln
:: eventuell Einnahme von Vitamin A, C und E (Antioxidanten)
Bei älteren Menschen, die an Schwerhörigkeit leiden, besteht die Gefahr schwer wiegender sozialer und psychischer Veränderungen:
:: Zunehmende gesellschaftliche Isolierung
:: Depressive Verstimmung und Misstrauen
:: Angstzustände
Deshalb muss möglichst frühzeitig etwas gegen Altersschwerhörigkeit getan werden - noch bevor die geistigen Fähigkeiten des Betroffenen merklich nachlassen.
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